Aktuelle Projekte in Ahaus

Forschungsreaktorbrennelemente

Zur geplanten Aufbewahrung von Brennelementen aus deutschen Forschungsreaktoren im Zwischenlager Ahaus hat die BGZ eine Projektwebsite veröffentlicht.

Die Projektwebsite informiert über die geplante Aufbewahrung der Brennelemente aus den Forschungsreaktoren in Garching bei München, Berlin und Mainz im Zwischenlager Ahaus. Sie wirft einen Blick auf den Stand der jeweiligen Genehmigungsverfahren, die Sicherheit der für die Forschungsreaktor-Brennelemente speziell entwickelten Behälter sowie die Sicherheit der Zwischenlagerung am Standort Ahaus. Besucher*innen der Website können sich über vergangene wie zukünftige Dialogveranstaltungen informieren.

Nachrüstung

Vor dem Hintergrund neuerer Erkenntnisse zu möglichen Einwirkungen Dritter sind die Betreiber aller deutschen Zwischenlager aufgefordert worden, die Sicherung ihrer Anlagen anzupassen. Dazu wurde in Ahaus eine zusätzliche Schutzwand direkt um die Lagerhalle gebaut. Optisch bleibt das Zwischenlager durch diese bauliche Maßnahme nahezu unverändert. Bis zum Abschluss der Nachrüstung erhöhen temporäre Maßnahmen in der Anlagensicherung den Schutz gegen Einwirkungen Dritter. Im Rahmen der Errichtung der Schutzwand sind zudem Kerosinabläufe für den Fall des Absturzes einer großen Passagiermaschine auf das BZA eingebaut worden, um auch bei der zukünftigen Nutzung alle Schutzziele sicher erfüllen zu können.

Hintergründe des Bundesumweltministeriums zur Nachrüstung finden Sie unter: www.bmu.bund.de

Rücknahme von Wiederaufarbeitungsabfällen

Zur Rücknahme von Wiederaufarbeitungsabfällen aus Frankreich liegt seit dem 09. Juni 2021 eine neue Lösung vor. Die ursprünglich für das Zwischenlager Ahaus vorgesehenen 152 Behälter mit hochdruckverpressten mittelradioaktiven Metallresten der aufgearbeiteten Brennelemente kommen nicht nach Ahaus, sondern verbleiben in Frankreich. Stattdessen werden 30 leere, ausgediente und innen kontaminierte Brennelemente-Transportbehälter in das Zwischenlager Ahaus gebracht.

Fragen zu dieser neuen Lösung beantwortet die BGZ hier.

AVR-Brennelemente Jülich

Da die Genehmigung für die Lagerung der 152 Behälter vom Typ CASTOR THTR/AVR in Jülich Mitte 2013 ausgelaufen ist, und das Wirtschaftsministerium NRW als zuständige Atomaufsicht im Juli 2014 die unverzügliche Entfernung der AVR-Brennelemente aus dem Jülicher Zwischenlager angeordnet hatte, verfolgt die verantwortliche Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH (JEN) drei Optionen zu deren weiteren Verbleib: Einen Transport der Brennelemente in die USA, den Bau eines neuen Zwischenlagers in Jülich und eine Aufbewahrung im Zwischenlager Ahaus.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfE, jetzt BASE) hat dazu am 21.07.2016 die Genehmigung erteilt, die 152 Behälter aus Jülich im BZA zwischenzulagern. Da jedoch die entsprechende Transportgenehmigung bislang nicht erteilt ist, liegen somit aber noch nicht alle erforderlichen atomrechtlichen Grundlagen für eine Verlagerung der AVR-Brennelemente nach Ahaus vor. Wann mit der Erteilung der Transportgenehmigung gerechnet werden kann, ist noch offen. Die tatsächliche Entscheidung über den weiteren Verbleib der AVR-Brennelemente trifft deren Eigentümerin, die JEN in enger Abstimmung mit dem Wirtschaftsministerium NRW.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.jen-juelich.de/projekte/avr-brennelemente/