Das Zwischenlager Grafenrheinfeld

Das Zwischenlager im unterfränkischen Grafenrheinfeld liegt südlich von Schweinfurt am linken Mainufer im Bundesland Bayern und wurde am 27. Februar 2006 mit der Einlagerung des ersten Behälters (Typ CASTOR® V/19) in Betrieb genommen. Die Genehmigung nach dem Atomgesetz für die Aufbewahrung von Kernbrennstoffen im Zwischenlager Grafenrheinfeld ist auf 40 Jahre befristet, gerechnet ab Einlagerung des ersten Behälters. Seit 1. Januar 2019 ist die BGZ als neue Betreibergesellschaft für das Zwischenlager Grafenrheinfeld verantwortlich.

Das Zwischenlager Grafenrheinfeld befindet sich auf dem Gelände des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld und wird durch die äußere Umschließung in das Kraftwerksgelände eingebunden. Dadurch ist der Transportweg des CASTOR®-Behälters vom Reaktorgebäude zum Zwischenlager kurz und öffentliche Verkehrswege müssen nicht genutzt werden. Das Gesamtgelände wird durch eine Sicherungszaunanlage eingefasst.

Es gibt zwei Lagerbereiche mit einer Gesamtkapazität von 88 Stellplätzen: Lagerbereich 1 hat eine Grundfläche von 670 m² für 40 Stellplätze, Lagerbereich 2 verfügt über 760 m² für 48 Stellplätze. In den Lagerbereichen werden die Behälter in 5 bzw. 6 Doppelreihen mit jeweils 8 Stellplätzen abgestellt.

Zwischenlager Grafenrheinfeld
(Bayern)
Kraftwerkstraße
97506 Grafenrheinfeld

Betreiber: BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH
Behälterstellplätze: 88 genehmigt | 43 belegt*
Aktuelle Belegung: 43 CASTOR® V/19
Beantragung: 2000
Genehmigung: 2003
Inbetriebnahme: 2006
Genehmigt bis: 2046
Genehmigtes Inventar: maximal 800 t SM** | maximal 3 MW***

* Stand 16.12.2019
** t SM = Angabe in Tonnen Schwermetall
*** MW = Angabe der Gesamtwärmeleistung in Megawatt