Das Brennelemente-Zwischenlager Philippsburg

Das Brennelemente-Zwischenlager Philippsburg liegt zwischen Philippsburg und Oberhausen-Rheinhausen auf dem Gebiet der Gemeinde Philippsburg in Baden-Württemberg und wurde am 19. März 2007 mit der Einlagerung des ersten Behälters in Betrieb genommen. Die Genehmigung nach dem Atomgesetz für die Aufbewahrung von Kernbrennstoffen im Brennelemente-Zwischenlager Philippsburg ist auf 40 Jahre befristet, gerechnet ab Einlagerung des ersten Behälters. Seit 01. Januar 2019 ist die BGZ als neue Betreibergesellschaft für das Brennelemente-Zwischenlager Philippsburg verantwortlich.

Das Brennelemente-Zwischenlager befindet sich auf dem Betriebsgelände des Kernkraftwerks Philippsburg und ist von einem Zaun umschlossen. Dadurch ist der Transportweg von Behältern vom Reaktorgebäude zum Brennelemente-Zwischenlager kurz und öffentliche Verkehrswege müssen nicht genutzt werden. Das Lagergebäude ist in einen Verladebereich und zwei Lagerbereiche unterteilt. Der Verladebereich befindet sich an der Nordwestseite des Lagergebäudes. Lagerbereich 1 hat eine Grundfläche von 1.150 m² für 72 Stellplätze, Lagerbereich 2 verfügt über 1.250 m² für 80 Stellplätze. In den Lagerbereichen werden die Behälter in 9 bzw. 10 Doppelreihen mit jeweils 8 Stellplätzen angeordnet, wodurch sich insgesamt 152 Stellplätze ergeben.

Rückführung aus der Wiederaufarbeitung

Das Brennelemente-Zwischenlager Philippsburg ist für die Aufnahme von Wiederaufarbeitungsabfällen aus dem Ausland vorgesehen. Das Konzept zur Rückführung der verglasten mittel- und hochradioaktiven Abfälle aus der Wiederaufarbeitung in Frankreich und Großbritannien nach Deutschland sieht eine bundesweit ausgewogene Verteilung der rückzuführenden Behälter auf verschiedene Brennelemente-Zwischenlager in Deutschland vor. 20 Behälter aus Großbritannien und 5 Behälter aus Frankreich sollen auf 4 Standortzwischenlager verteilt werden: Philippsburg in Baden-Württemberg (fünf Behälter mit mittelradioaktiven Kokillen aus Frankreich), Biblis in Hessen (sechs Behälter mit hochradioaktiven Kokillen), Brokdorf in Schleswig-Holstein (sieben Behälter mit hochradioaktiven Kokillen) und Isar in Bayern (sieben Behälter mit hochradioaktiven Kokillen).

Genehmigungsverfahren

Eine Übersicht über bisher erteilte Genehmigungen und ggf. laufende Genehmigungsverfahren finden Sie hier: https://www.base.bund.de/DE/themen/ne/zwischenlager/standorte/kkp.html

Brennelemente-Zwischenlager Philippsburg
(Baden-Württemberg)
Rheinschanzinsel
76661 Philippsburg

Betreiber: BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH
Behälterstellplätze: 152 genehmigt | 62 belegt*
Aktuelle Belegung: 33 CASTOR® V/19 | 29 CASTOR® V/52
Beantragung: 1999
Genehmigung: 2003
Inbetriebnahme: 2007
Genehmigt bis: 2047
Genehmigtes Inventar: maximal 1.600 t SM** | maximal 6 MW***

* Stand 31.03.2020
** t SM = Angabe in Tonnen Schwermetall
*** MW = Angabe der Gesamtwärmeleistung in Megawatt